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"Mehr einnehmen als ausgeben" Harald Schmidt zum Börsenjahr 2002
Frage: Was sind Sie für ein Anlegertyp?
Harald Schmidt: Konservativ. Immer mehr einnehmen als ausgeben.

Frage: Entscheiden Sie über Ihre Anlage auf der Grundlage von Informationen oder investieren Sie eher nach Gefühl?
Harald Schmidt: Ich bin vertraglich dazu verpflichtet, "powered by emotion" zu sein.

Frage: Als Anleger bekommt man ständig Tipps von Experten. Welcher Rat hat Ihnen bislang wirklich geholfen?
Harald Schmidt: Festgeld und mit vier Prozent zufrieden zu sein.

Frage: Welches Kapitalereignis hat Sie im Jahr 2002 am meisten beeindruckt?
Harald Schmidt: Die leicht rückläufige Entwicklung der Allianz-Aktie, die ja nicht direkt ein New Economy-Wert ist.

Frage: Wer hat Ihrer Meinung nach Schuld an der derzeitigen Baisse?
Harald Schmidt: Alle, die verkauft haben.

Frage: Sparen soll ja nach Meinung einiger Ökonomen der Volkswirtschaft eher schaden. Wie sehen Sie das als Schwabe?
Harald Schmidt: Mich hat noch nie die Volkswirtschaft interessiert, sondern nur mein Sparbuch.

Frage: Wie würden Sie als Optimist Anlegern Mut machen, die sich inzwischen enttäuscht von Aktien abgewandt haben?
Harald Schmidt: Auch Franz von Assisi gelangte erst zu unsterblichem Ruhm, als er barfuß im Wald mit den Tieren sprach.

Frage: Warum sind Sie mit ihrer Produktionsfirma Bonito eigentlich nie selbst an die Börse gegangen?
Harald Schmidt: Weil ich nicht als Abteilungsleiter bei VIVA enden wollte.

Frage: In der Börsensprache finden sich Bonmots wie "niemals in ein fallendes Messer greifen!" Was sind ihre Lieblings-Weisheiten aus der Börsenwelt?
Harald Schmidt: "Der Boden scheint jetzt erreicht" und "An der Börse wird nicht geklingelt".

Frage: Wird 2003 ein gutes Börsenjahr?
Harald Schmidt: Die besten Antworten auf diese Frage erhalten Sie von Präsident Bush. So oder so.